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Mindestzinssatz für die berufliche Vorsorge für das Jahr 2022

Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) hat gemäss Mitteilung vom 24.08.2021 dem Bundesrat (BR), den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge für 2022 bei 1% zu belassen.

Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu wieviel Prozent das Vorsorgeguthaben der Versicherten im BVG-Obligatorium mindestens verzinst werden soll. Für die Festlegung der Höhe des Mindestzinssatzes ist die Entwicklung der Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften entscheidend.

Die Formel der BVG-Kommission, welche diese gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt, ergab per Ende Juli 2021 aufgrund der positiven Marktentwicklung trotz tiefer Zinsen immerhin 1.3 Prozentpunkte.

Daneben werden weitere Rahmenbedingen berücksichtigt, wie:

  • Tragbarkeit des Satzes für die Vorsorgeeinrichtungen bezüglich Erträge, die sie selbst auf dem Finanzmarkt erzielen können
  • Mindestzins soll langfristig im Einklang mit der Lohn- und Preisentwicklung stehen
  • Verwendung nicht der ganzen Rendite einer Vorsorgeeinrichtung für die Mindestverzinsung
  • Bildung von Wertschwankungsreserven
  • Vorzunehmende notwendige Rückstellungen
  • Erfüllung der gesetzlichen Rentenanforderungen
  • Soweit nicht anderweitig finanzierbar, Deckung der Verwaltungskosten der Vorsorgeeinrichtung mit dem Vermögensertrag.

 

3. November 2021

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 3. November 2021 entschieden, den BVG-Mindestzinssatz bei 1 Prozent zu belassen.

Das Bundesamt für Sozialversicherungen informiert in einer Mitteilung vom Mittwoch, 3. November 2021, dass die insgesamt gute Entwicklung der Finanzmärkte sowie die weiterhin tiefen Zinsen und mässigen Renditeerwartungen weder eine Senkung noch eine Erhöhung des BVG-Mindestzinssatz rechtfertigen. Der Zinssatz bleibt somit im Jahr 2022 bei 1 Prozent.

Begründet wird dieser Entscheid unter anderem mit folgenden Entwicklungen:

  • der weiterhin geringen Rendite der Bundesobligationen
  • der positiven Performance von Aktien, Anleihen und Liegenschaften in den Jahren 2020 und 2021 – trotz hoher Schwankungen